Drei Haselnüsse auf Schloss Moritzburg

Alle Jahre wieder verwandelt sich der ehemalige Herrschaftssitz im sächsischen Moritzburg in ein Märchenschloss. Dann dreht sich dort alles um drei Haselnüsse, einen Prinzen auf Freiersfüßen und den wohl berühmtesten Tanzschuh der Filmgeschichte. Sirko Salka erklärt, warum das Königshaus auch in Hollywood seine Fans hat.

 

Schloss Moritzburg bei Dresden ist natürlich immer eine Reise wert. Das barocke Bauwerk zählt zu den Top-Sehenswürdigkeiten der sächsischen Krone - und diente als Traum-Kulisse für das schönste Märchen der deutschen Filmgeschichte. Hier wurde vor mehr als 45 Jahren der Blockbuster "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" gedreht, jene deutsch-tschechische Defa-Produktion, die zu keinem Weihnachtsfest im Fernsehen mehr fehlen darf.

Märchen-Mekka für Aschenbrödel-Fans

Obwohl der prächtige Königspalast - eingefleischte Haselnüsse-Fans wissen das natürlich -, seinerzeit nur für Außenaufnahmen diente, ist das Schloss zu einer Art Märchen-Mekka für Aschenbrödel-Fans aus ganz Europa geworden. Besonders im Winter löst Moritzburg seine volle Magie aus. Und sollte dann noch der See zugefroren und die vier dicken Rundtürme mit Schnee bedeckt sein, taucht man volle Kanne ein in die Märchenwelt. Wohl niemanden würde es verwundern, käme plötzlich das Aschenbrödel auf ihrem Pferd Nikolaus des Weges galoppiert.

Seit ein paar Jahren wird der Aschenbrödel-Kult in Schloss Moritzburg auf die Spitze getrieben, wenn die Winterausstellung "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" zu besichtigen ist. Über eine Millionen Besucher zählten die Veranstalter bereits, und auch in diesem Jahr - wen wundert's - gibt es bereits einen ordentlichen Run auf die Tickets. Die Ausstellung ist aber auch eine echte Schau, bis ins kleinste Detail mit Liebe gemacht.

Die berühmte Szene im Ballsaal

So erzählen auf über 800 Quadratmetern im und um das Schloss herum Kostüme, Requisiten und Filmdokumente die Geschichte von der Entstehung des Filmes und vom Mythos um Aschenbrödel selbst. Die Ausstellungsmacher haben aus den Studios in Prag und Babelsberg alles zusammengetragen, was sich über den Dreh in Erfahrung bringen ließ.

In privaten Archiven und Quellen gab es on top noch so manchen Schatz zu heben, wie beispielsweise eines der originalen Kleider aus der berühmten Ballsaalszene. Sie wissen schon, da stellt Aschenbrödel ihrem Prinzen das knifflige Rätsel, bevor sie fluchtartig das Schloss verlässt. Die Hauptfiguren des Films wurden in der Ausstellung übrigens als Wachsfiguren verewig – auch eine originelle Idee.

Beliebt sind neben nachgestellten Filmsets auch die Kostümproben im Steinsaal des Schlosses. Okay, das sind jetzt keine Original-Fummel, aber verdammt gute Kopien. Immerhin, kleine und große Fans können auf diese Weise mal in die Rolle des Aschenbrödel schlüpfen und den Moment mit Selfies krönen.

Warum dieser Schuh nicht passen kann

Draußen vor dem Schloss Moritzburg versperrt eine vergoldete Skulptur den Weg. Auf einer der schweren Steintreppen, auf der sich Aschenbrödel im Film hastig verstolperte, liegt er tatsächlich bis heute: der wohl berühmteste Tanzschuh der Filmgeschichte. Inzwischen vergoldet und über die Jahre offenkundig größer geworden, müsste die Größe des goldenen Schuhs etwa bei Männergröße 42 oder 43 liegen. Also nichts für den zierlichen Fuß vom Aschenbrödel. Ein solch globiger Treter hätte möglicherweise der bösen Stiefschwester Dora gepasst? Man weiß es nicht.

Nach drei Haselnüssen kamen drei Engel

Das wunderschöne Wasserschloss Moritzburg diente übrigens schon des Öfteren als Filmkulisse. Im vergangenen Jahr adelte Hollywood das Örtchen bei Dresden – und rückte mit Riesen-Mannschaft an –, um den Blockbuster „Drei Engel für Charlie“ zu drehen. Das Ergebnis war diesen Sommer in den Kinos zu bewundern.

Dabei wurde einmal mehr klar: Wie die Haselnüsse im Kult-Märchen, steht auch Schloss Moritzburg, das mittlerweile 500 Jahre auf dem majestätischen Buckel hat, für zahlreiche, illustre Verwandlungen. Während der Renaissance diente es als Jagdhütte, bevor es unter dem mächtigen Kurfürsten August dem Starken endlich zu dem berühmten barocken Lustschloss umgebaut wurde, das mittlerweile weltweit für Schlagzeilen sorgt. 

 

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Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
Schloss Moritzburg
Die Winterausstellung kannst du noch bis zum 1. März 2020 besuchen.

www.schloss-moritzburg.de

Fotos: 
© Claudia Hübschmann
© Ulrich Köhler
© Gabriele Hilsky

 

 

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